Kulturfahrt in die Mainmetropole

Am Sonntag, 21. Oktober war Frankfurt am Main das Ziel der Kulturfahrt des Kulturkreises. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Salach machten sich auf, die Mainmetropole mit ihrer für deutsche Städte einzigartigen Skyline zu erkunden. Hans Paflik und Julian Stipp hatten ein spannendes Besichtigungsprogramm zusammengestellt.

Erste Station war der Römerberg. Das ist der im Zentrum der Altstadt gelegene Rathausplatz von Frankfurt am Main. Der Name geht auf das Haus „Zum Römer“ zurück, das seit dem 15. Jahrhundert das Frankfurter Rathaus ist. Es folgte gleich einer der Höhepunkte – die Besichtigung des Kaisersaals im Römer. Hier fanden die Krönungsbankette nach der Kaiserwahl statt. Der Kaisersaal ist vor allem durch die Bilder aller 52 Kaiser des Heiligen Römischen Reichs berühmt – darunter auch das Portrait Friedrich des I. – dem Barbarossakönig. Wie die gesamte Frankfurter Altstadt wurde der Kaisersaal im zweiten Weltkrieg zerstört. Nach dem Krieg wurde er wieder aufgebaut, allerdings nicht in allen Details originalgetreu. So atmen die Kronleuchter den Charme der 1950er Jahre.

 

Bei der Führung durch die Frankfurter Altstadt wurde die ältere und jüngere Geschichte Frankfurts vollends lebendig. Die Bauten aus den Nachkriegsjahrzehnten repräsentieren eine Stadt, die lange Zeit  auf der Suche nach ihrer Identität und einem Weg in die Moderne war. Erst vor Kurzem wurden Teile der Altstadt nach historischen Vorbildern wieder aufgebaut – die so genannte „Neue Altstadt“ ist ein stadtplanerisch sehr mutiges, wenn auch nicht unumstrittenes Projekt.

Der dritte Teil des Ausflugs wurde per Bus bestritten. Der Stadtführer lotste den Busfahrer durch die Straßen und Gassen zu den interessantesten Orten der Stadt. Neben Goethes Geburtshaus waren dies immer wieder die Wolkenkratzer Frankfurts. Sie prägen Bild und Lebensgefühl der Stadt. Nach anfänglicher Distanz bis hin zu offenem Protest gegen das Hochbau-Konzept lieben die Frankfurterinnen und Frankfurter mittlerweile ihre Wolkenkratzer, wie uns unser Stadtführer versicherte. An einem der höchsten Gebäude – dem Main Tower – machten war schließlich Halt und ließen uns vom Aufzug auf das 200 Meter hohe Gebäude befördern. Was für eine beeindruckende Sicht auf die Stadt und ihre weitläufige Umgebung bei sonnigem und wolkenlosem Spätherbst-Wetter!

Kulturfahrt Frankfurt 2018 – das war sicherlich ein Höhepunkt des kulturellen Jahres Salachs. Bereits beim gemeinsamen Ausklang in der Göppinger „Frisch-Auf“-Gaststätte erzählten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Geschichten und Anekdoten über den an Eindrücken und Erlebnissen reichen Tag in der Mainmetropole. Ein herzliches Dankeschön geht an die Organisatoren und Unterstützer – allen voran Hans Bauer, Julian Stipp und Hans Paflik.

 

 

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